Top 10 Hunderassen für Anfänger und Ersthundebesitzer

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Wir wollen einen Hund!

Gute Entscheidung, doch bei der Wahl des richtigen Hundes für Anfänger gibt es viel zu beachten.

Dieser Artikel soll dir helfen nicht nur den richtigen Hund zu finden, sondern auch zu verstehen worauf du dich einlässt, wenn ein Hund bei dir einzieht.

Es gibt nämlich leider viel zu oft Menschen die sich den falschen Hund aus den falschen Gründen anschaffen und später vor schier unendlichen Problemen stehen.

Das mag zwar auf der einen Seite gut für die vielen Hundetrainer sein, die es da Draußen gibt, aber für dich als Hundehalter ist es doch viel schöner, wenn das Zusammenleben von Anfang an stressfrei verläuft.

Ein Hund für Anfänger

Ganz pauschal kann man sagen, die besten Hunde für Anfänger sind Hunde ohne praktischen Nutzen.

Ich gebe zu, das klingt jetzt ein wenig fies, aber es geht dabei um Hunde die nicht speziell für eine Aufgabe wie z.B. das Hüten von Schafen gezüchtet wurden.

Ein anderes Beispiel wären Hunde die zum Jagen gezüchtet wurden.

Der starke Jagdtrieb kann einen Neuhundehalter ziemlich schnell in den Wahnsinn treiben.

Gut geeignet für Anfänger sind Hunde die ein eher nachgiebiges Wesen haben, sich auf den Menschen und seine Wünsche einstellen können aber auch nicht zu sensibel sind.

Außerdem sollte sie den einen oder anderen Erziehungsfehler durchgehen lassen.

Klingt schwierig?

Ist es nicht, denn es gibt viele Rassen die sich besonders gut für Anfänger eignen und alle diese Fähigkeiten mitbringen.

Auf ein paar Sachen kannst du dich allerdings unabhängig von dem Hund gefasst machen.

Ein Hund bedeutet viel Arbeit, ein Hund kostet Geld, ein Hund kostet auf jeden Fall auch Nerven und ein Hund wird je nach Modell bestimmt 13 bis 15 Jahre alt.

Ein Hund kann von Haus aus keine Kommandos, die muss man ihm alle beibringen und ein Hund muss definitiv mehr als 30 Minuten täglich raus.

Einige sehen das ein bisschen anders, aber nein, 3 Mal täglich 10 Minuten um den Block reicht keinem Hund.

Ich will dich mit dieser Aufzählung garantiert nicht davon abhalten dir einen Hund anzuschaffen, aber es ist wichtig zumindest schon mal gehört zu haben was da auf dich zukommt.

Hunderassen für Anfänger

Die folgenden Rassen eignen sich aufgrund ihres Wesens und ihrer Eigenschaften sehr gut als Anfängerhunde.

Aber nicht vergessen, jeder Hund ist ein Lebewesen mit eigenständigem Charakter.

Auch bei den Anfängerrassen ist nicht jeder Hund der perfekte Familien-Anfänger-Hund.

Golden Retriever

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Seit Jahren einer der beliebtesten Familienhunde und das nicht ohne Grund.

Die sanftmütigen Goldies haben einen starken Hang dazu gefallen zu wollen.

Auch der Golden Retriever hat seine Eigenarten, so können die meisten Vertreter dieser Rasse kaum an einer Pfütze vorbeigehen ohne ausgiebig darin zu baden.

Hemmungsloses Buddeln ist neben dem Pfützentauchen auch sehr gern gesehen.

Alles in allem sind diese freundlichen, gelassenen und friedfertigen Hunde ziemlich gut geeignet für Anfänger.

Pudel

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Zwar ehemals zur Jagd gezüchtet, ist der Pudel in seinen mittlerweile vier Größen ein absolut empfehlenswert Hund für Ersthundebesitzer.

Pudel sind stets bemüht es dir recht zu machen.

Außerdem ist dieser Hund sehr loyal, zuverlässig und durch seine hohe Intelligenz leicht zu trainieren (gibt natürlich auch Ausnahmen).

Ein weiterer Vorteil der Pudel, egal ob in groß, klein, Zwerg oder Toygröße, sie haben kein Unterfell und haaren damit nicht.

Als Ausgleich wächst das Deckfell unaufhörlich und der Pudel muss ca. alle 6-7 Wochen zum Frisör.

Boston Terrier

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Ähnlich wie der Pudel zählt der Boston Terrier zu den sehr intelligenten Hunderassen.

Oft wird Anfängern von besonders intelligenten Hunderassen abgeraten, die Boston Terrier gehören aber auf jeden Fall zu den Anfängerhunden.

Dieser sehr menschenbezogene Vierbeiner verzeiht auch mal den einen oder anderen Erziehungsfehler anstatt ihn auszunutzen.

Wenn du dir so einen Prachtkerl zulegen willst, dann achte beim Kauf darauf ob die Elterntiere keine zu flachen Nasen haben.

Boston Terrier bekommen durch die flachgezüchteten Nasen schnell Probleme mit der Atmung.

Cockapoo

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Der Cockapoo gehört zu den so genannten Designerhunden.

Dabei setzt sich der recht merkwürdige Name einfach aus den beiden in einer Rasse vereinten Grundrassen zusammen.

In diesem Falle Cocker Spaniel und Pudel.

Diese aufgeweckten Hunde bestechen durch ihr niedliches Erscheinungsbild und oft auch durch den Fakt kein Unterfell zu haben und somit nicht zu Haaren.

Nicht zu haaren hat ihnen den Ruf eines Allergikerhundes eingebracht.

Vorsicht bei solchen Aussagen, denn natürlich verlieren diese Hunde auch mal das eine oder andere Haar.

Cocker Spaniel

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Der Cocker Spaniel eignet sich super als Hund für Anfänger.

Die Cocker sind sehr freundlich, verspielt, unkompliziert und frei von Angst.

Sie sind allerdings auch nicht die leisesten Hunde.

Wenn du in einem Mehrfamilienhaus wohnst, solltest du deine Nachbarn vielleicht vorwarnen, denn Cocker gelten als bellfreudig.

Zusätzlich sind diese halbhohen Kerlchen durch ihr pflegeintensives Fell und die Ohren, die regelmäßig sauber gemacht werden müssen, etwas aufwendiger als manch anderer Anfängerhund.

Labrador Retriever

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Neben dem Golden Retriever ist der Labrador Retriever wohl der Inbegriff des freundlichen Familienhundes.

Ihre Gutmütigkeit und die starke Bindung zu ihren Haltern machen diese Vierbeiner zu super Hunden für Anfänger.

Dazu sind die Labbies besonders gelehrig, nicht grundlos werden bevorzugt sie als Blindenhunde ausgebildet.

Labrador Retriever gelten allgemein als sehr ausgeglichen, verspielt, kooperativ, intelligent und sehr belastbar, perfekt für aktive junge Menschen oder Familien.

Mops

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Runder Kopf, große Kulleraugen und ein allgemein sehr kindliches Auftreten, das ist der Mops.

Möpse sind angenehme Familienhunde die ihren junghündischen Sozial- Spiel und Lerntrieb nie wirklich verlieren.

Leider leiden gerade die Möpse heute sehr stark unter Überzüchtung.

Das heißt für dich aufpassen ist angesagt, wenn du dir einen Mops zulegen willst.

Achte besonders darauf, dass der Fang und die Nase nicht zu kurz sind und die Augen nicht zu sehr aus dem Kopf hervortreten.

Papillon

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Oft werden diese hübschen kleinen Kerle als Familienhund unterschätzt.

Den Papillon gibt es in zwei Varianten, mit stehenden Ohren und mit Hängeohren.

Als Anfänger solltest du das richtige Händchen für diese Tiere haben, denn nicht selten entwickeln sich unausgelastete und nachlässig erzogene Papillons zu kläffenden Nervensägen.

Wenn du allerdings sowieso vor hattest dir einen Hund der sich für Hundesport eignet zuzulegen, dann ist der Papillon vielleicht genau der richtige Hund für dich.

Leonberger

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Du suchst einen richtigen Hund? Einen Hund der groß ist, Ausstrahlung hat und trotzdem für Anfänger geeignet ist?

Der Leonberger ist bekannt dafür freundlich und gelassen zu sein.

Die Leonberger haben ein sehr dichtes Fell und sind wirklich wirklich groß, also für die Stadt und beheizte Wohnungen sind sie, sagen wir mal so, nur bedingt geeignet.

Diese sanften Riesen teilen ein Problem, das fast alle großen Hunde haben, sie haben eine durchschnittlich niedrige Lebenserwartung.

Boxer

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Früher war der Boxer oft bei Metzgern zu finden, für die er die Rinder unter Kontrolle behielt und verhinderte, dass sich das Schlachtvieh aus dem Staub machte.

Zwar sind diese Zeiten längst vorbei aber die Kraft und der Mut sind bis heute geblieben.

Oft sind Boxer gerade Fremden gegenüber etwas misstrauisch, ihrer Familie sind sie treu ergeben.

Der Boxer ist ein nervenstarker, zuverlässiger und robuster Familienhund.

Falls du es noch ein bisschen genauer wissen willst, hier findest du alle vorgestellten Rassen noch einmal auf Wikipedia.

Rassehund oder Tierheim?

Anfängerhund hin oder her, wo die Liebe hinfällt, das weiß oft kein Mensch.

Hast du dich dafür entschieden einen Welpen zu wollen, dann kannst du dir die Rasse noch recht einfach aussuchen.

Ganz anders kann das Aussehen, wenn du deinen ersten Hund aus dem Tierheim holen willst und so einem bereits erwachsenen Tier ein neues Zuhause gibst.

Es gibt auch mal den einen oder anderen Rassehund im Tierheim, der Großteil der Tiere sind dort aber eher Mischlinge.

Am besten versuchst du bei Tierheim Hunden in Erfahrung zu bringen was für unterschiedliche Rassen in dem Hund stecken.

Bei manchen Hunden ist es recht einfach zu sehen, bei manchen aber auch nicht.

Aus dem Wissen um die Rassen lässt sich, wenn du Glück hast zumindest ein wenig festmachen welche Charaktereigenschaften dich erwarten können.

Was du auf jeden Fall machen kannst, ist das Tierheimpersonal nach dem Hund zu befragen und dir genau erklären zu lassen wie er so ist.

Was auch nicht fehlen sollte, ist der eine oder andere gemeinsame Spaziergang um sich besser kennenzulernen.

Solltest du ganz unsicher sein und nicht wissen ob und welcher Tierheimhund zu dir passt, lass dich doch einfach von einer Hundeschule vor Ort beraten.

Es wird sich bestimmt ein Hundetrainer finden der dir bei der Auswahl helfen kann.

Und falls du nicht weisst wie du einen guten Hundetrainer finden kannst wirf einfach mal einen Blick auf diese Karte von TSD-Trainern.

Hier noch ein wichtiger Tipp, wenn du dir einen Rassehund anschaffen willst.

Rassehunde kosten viel Geld, das ist einfach so.

Versuch bitte nicht Geld zu sparen indem du einen vermeintlich billigen Hund aus dem Internet kaufst.

Es sind Hundevermehrer die diese Hunde so günstig auf Hinterhöfen oder aus Kofferräumen heraus verkaufen.

Die Tiere sind oft krank, verhaltensauffällig und wurden gequält.

Unterstütz bitte nicht diesen Welpenhandel sondern geh zu einem etablierten und renommierten Züchter.

Welcher Hund passt zu dir?

Bedenkt man mal, dass ein Hund schnell 13 Jahre oder älter wird, ist die Frage danach welcher Hund zu dir passt gar nicht so unwichtig.

Suchst du dir den „falschen Hund“ aus, dann kann das überaus negative Konsequenzen für dich, den Hund und alle Beteiligten haben.

Ich erklär dir an einem kleinen Beispiel was ich damit meine.

Eine junge Familie holt sich einen Hund, ein Border Collie soll es sein.

Sie haben keine Ahnung, dass sie sich einen Hütehund der viel Bewegung und geistige Auslastung braucht ins Haus holen.

Die Familie hat eigentlich gar nicht die Zeit so einem Tier gerecht zu werden und das Resultat ist ein völlig unterforderter Hund der nach wenigen Wochen seinen Frust an der Inneneinrichtung auslässt.

Die oft zu kurzen Spaziergänge nutzt der Border Collie dann um zumindest ein wenig auf seine Kosten zu kommen und jagt im Park Jogger und Fahrradfahrer.

Vielleicht wäre die Familie ohne Hund doch besser dran gewesen, auf jeden Fall wäre der Border Collie ohne diese Familie besser dran gewesen.

So viel ist wohl sicher.

Hunde können sich ihr Zuhause nicht selbst aussuchen, also solltest du so fair sein und dir ganz genau überlegen, was du einem Hund bieten kannst und was nicht.

Ein wichtiger Punkt, den du dir auf jeden Fall überlegen solltest bevor du einen Hund einziehen lässt, ist die Frage, wie lange der Hund alleine bleiben muss.

Mal ein paar Stunden sind sicher nicht problematisch, wenn der Hund allerdings täglich über 8 oder mehr Stunden alleine bleiben muss ist das schon eine andere Hausnummer.

Na klar, gibt es viele Hunde die das alleine Bleiben ohne Probleme meistern, du kannst es im Vorfeld aber leider nie wissen.

Und ganz ehrlich, nur weil ein Hund es aushält, ist es deswegen noch lange nicht in Ordnung ihn täglich so viele Stunden alleine zu lassen.

Mein letzter Tipp

Ich habe bestimmt noch hunderte Gedanken und Hinweise vergessen, die auch in diesen Artikel gehören würden.

Fakt ist aber, ein Hund ist eine Entscheidung für viele Jahre also solltest du sehr darauf achten allen Bedürfnissen gerecht zu werden, deinen eigenen, den aller Familienmitglieder und natürlich denen deines zukünftigen Hundes.

Du solltest einen Hund nie nur aus optischen Gründen anschaffen, ich erinnere an das Beispiel der Familie mit dem Border Collie.

Leider denken viel zu wenige Menschen darüber nach wie ihr zukünftiges Leben mit Hund aussehen könnte und sollte.

Du kannst dich aber auch nicht auf alles vorbereiten und wirst über die Zeit sicher in die eine oder andere Aufgabe hineinschlittern.

Alles in allem bleibt mir am Ende nur zu sagen, es lohnt sich. Ein Hund ist eine absolute Bereicherung für dein Leben solange du darauf achtest, dass du auch eine für seins bist.

Wenn du Fragen hast oder selber noch einen Tipp los werden willst, dann schreib uns doch einfach einen Kommentar.