Lachsöl für Hunde: Das solltest du wissen (mit Empfehlungen)

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Jeder Hundebesitzer möchte, dass es seinem Hund gut geht.

Da wird mir sicher niemand widersprechen, oder?

Außerdem möchte jeder Hundebesitzer, dass seinen Hund lange gesund bleibt.

Ich denke auch da sind wir uns einig.

Ein tolles Nahrungsergänzungsmittel für Hunde, das dabei helfen kann dein Hund gesund zu halten und dafür zu sorgen, dass es ihm gut geht ist Lachsöl.

Ja, Lachsöl.

Noch nie gehört?

Gar kein Problem, denn in diesem Artikel erfährst du alles was du zum Thema Lächsöl für Hunde wissen musst.

Übrigens ist Lachsöl für Hunde jeden Alters geeignet.

Bei Welpen kann es z.B. positiven Einfluss auf die Entwicklung des Gehirns und der Knochen haben.

Bei Senioren hingegen kann es Entzündungen entgegen wirken, außerdem wird es gerne bei älteren Hunden mit Arthritis gefüttert.

Und auch bei älteren Hunden wirkt es sich positiv auf das Gehirn aus.

Ein Problem, das die Hunde und auch wir Menschen teilen ist, dass wir im Lachsöl enthaltenen Omega-3 und Omega-6-Fettsäuren nicht selber produzieren können.

Deswegen ist es wichtig sie regelmäßig mit dem Futter aufzunehmen.

Warum ist Lachsöl so gut für Hunde?

Lachsöl ist voll bis unters Dach mit 3 ganz besonderen Omega-3-Fettsäuren.

Nämlich mit EPA (Eicosapentaensäure ), DHA (Docosahexaensäure), das sind die beiden langkettigen Fettsäuren und dann noch mit der kurzkettigen ALA (Alpha-Linolensäure).

Kein Angst, es wird jetzt nicht wissenschaftlich, ich will nur kurz erwähnen welche Fettsäure was im Körper des Hundes bewirkt.

EPA (Eicosapentaensäure)

EPA ist ein wichtiger Basisstoff den der Hundekörper für alle möglichen wichtigen Funktionen braucht.

Dazu gehören die Blutgerinnung, weite Teile des Immunsystems und z.B. die Fähigkeit Entzündungen zu heilen.

Und noch ein wichtiger Punkt, EPA kann einen positiven Einfluss auf negative Stimmungen deines Hundes oder sogar Depressionen haben.

DHA (Docosahexaensäure)

DHA ist der Baustein überhaupt für’s Gehirn.

Das Gehirn des Hundes besteht, wie auch unser eigenes Gehirn, zu einem großen Teil aus Fett und die im Gehirn am häufigsten anzutreffende Omega-3-Fettsäure ist das DHA.

Nebenbei ist es auch gut für die Augen aber vor allem ist es gut für das Gehirn und den Aufbau von Nervengewebe.

ALA (Alpha-Linolensäure)

ALA hat nicht annähernd so viele gesundheitliche Vorteile für deinen Hund wie DHA oder EPA.

Genau genommen wird es im Körper des Hundes zu diesen beiden anderen Fettsäuren aufgespalten.

Leider aber nicht sehr effizient d.h. dein Hund müsste unglaubliche Mengen ALA zu sich nehmen um denselben Effekt zu haben.

Und ganz nebenbei sind auch noch wichtige Omega-6-Fettsäuren in dem Lachsöl enthalten, das hätte ich fast vergessen.

Jede Menge gesundheitliche Vorteile

Die Omega-3-Fettsäuren sind abgehakt würde ich einfach mal behaupten.

Aber was für gesundheitliche Vorteile können diese Omega-3-Fettsäuren den jetzt haben?

Hier ein paar der wichtigsten Vorteile:

  • Es ist gut für Haut und Fell des Hundes
  • Wirkt Entzündungshemmend bzw. schwächt vorhandene Entzündungen ab
  • Hilft gegen Hautreizungen und Hautallergien
  • Unterstützt das Immunsystem des Hundes
  • Kann positiv auf Futterallergien wirken
  • Verbessert die kognitiven Fähigkeiten alter Hunde
  • Reguliert den Blutfluss im Körper
  • Ist hilfreich gegen Herzerkrankungen
  • Kann Krebs vorbeugen
  • Sorgt für ein optimales Gehirnwachstum bei Welpen
  • Hilft bei Arthrose
  • Senkt den Blutfettgehalt
  • Ist positiv für alle Organe und Gewebestrukturen
  • Senkt den Cholesterinspiegel

Klingt fast schon nach einem Wundermittel oder nicht?

Es ist wichtig nicht zu vergessen, Lachsöl kann alle diese positiven Eigenschaften haben es ist aber kein Arzneimittel.

Die Versorgung des Hundes mit den wichtigen Omega-3 und 6 Fettsäuren steht hier im Vordergrund.

Lachsöl für Welpen?

Auf jeden Fall.

Lachöl hat so einen guten Einfluss auf die Entwicklung des Gehirns junger Hunde, dass die meisten Futtermittelhersteller dazu übergegangen sind kleine Mengen in ihr Welpenfutter zu mischen.

Studien haben bewiesen, dass Lachsöl bzw. das enthaltene DHA bei kleinen Kindern und auch Welpen positiv auf die Gehirnentwicklung, die Feinmotorik, die Sehschärfe und sogar auf das Sozialverhalten einwirkt.

Grund genug es regelmäßig zu geben.

Wirf aber bitte auf jeden Fall einen Blick auf dein Welpenfutter um sicher zu gehen ob dort bereits Lachsöl enthalten ist.

Nebenwirkungen und Nachteile

Wie bei vielen anderen Futterzusätzen ist es auch bei Lachsöl wichtig die Menge richtig zu dosieren.

Gibst du deinem Hund zu viel von dem Öl können auch Nebenwirkungen auftreten.

Es kann auch vorkommen, dass dein Hund das Lachsöl nicht mag oder es ihm nicht bekommt.

Hier die häufigsten Nebenwirkungen:

  • Gewichtszunahme
  • Schlechter Atem
  • Bauchschmerzen oder Blähungen
  • Schwindel
  • Übelkeit
  • Weicher Stuhl oder auch Durchfall

Ein anderer Effekt von dem ich schon öfter gehört habe ist, dass das Lachsöl die Ballen der Pfoten sehr weich macht und sie deutlich empfindlicher und verletzungsanfälliger werden.

Achte einfach gut auf deinen Hund, wenn damit beginnst ihm Lachsöl zu geben.

Solltest du Nebenwirkungen feststellen kannst du immer wieder damit aufhören das Lachsöl zu füttern.

Sollten die Nebenwirkungen sehr stark sein, dann sprich am besten mit deinem Tierarzt darüber.

Grundsätzlich ist Lachsöl aber für die meisten Hunde sehr gut verträglich.

Lachsöl richtig dosieren und anwenden

So jetzt aber mal ans Eingemachte und zu der Frage wie viel Lachsöl soll dein Hund bekommen?

Ein ganz grundsätzlicher Richtwert, den man immer wieder findet ist 1 Esslöffel pro 10Kg Körpergewicht des Hundes.

Gerade bei kleinen Hunden, die das Lachöl oft eher in Kapselform als direkt aus der Flasche bekommen, wird es mit so einem Richtwert echt schwierig.

Deswegen hier noch etwas genauer falls du lieber Kapseln nutzen willst.

Gewicht des HundesTäglicher EPA/DHA Bedarf:
5Kgca. 100mg
10Kgca. 170mg
20Kgca. 280mg
30Kgca. 380mg
40Kgca. 470mg

Der EPA und DHA Wert ist in Milligramm auf der Packung angeben, rechnen musst du aber alleine.

Falls du dir ganz unsicher bist, oder das Gefühl hast dein Hund braucht krankheitsbedingt mehr Lachsöl, dann besprich das ganze ruhig mit deinem Tierarzt.

Die Anwendung ist übrigens denkbar einfach…

Das Öl wird einfach ins Futter gemischt.

Falls du Kaseln nutzen willst, kannst du sie entweder ganz geben (die Hülle löst sich im Magen auf) oder die Kapseln aufschneiden und den Inhalt in das Futter mischen.

Welches ist das beste Lachsöl?

Wenn du Lachsöl kaufen willst, dann ist es vor allem wichtig, dass du darauf achtest von was für Lachsen das Öl stammt.

Öl von Wildlachs ist komplett unbedenklich.

Lachsöl von Lachsen aus Aquakultur kann Rückstände von Antibiotika enthalten und hat einen deutlich höheren Quecksilberanteil.

Deswegen kaufst du am besten hochwertiges Lachsöl das von Wildlachsen stammt.

Ebenfalls wichtig ist, dass nach Möglichkeit natürliches Vitamin E zugesetzt wurde.

Erkenn kannst du das an Abkürzungen wie z.B. D, Alpha, Tocopherol oder es steht einfach drauf.

Auf der einen Seite sorgt das Vitamin E dafür, dass das Lachsöl länger haltbar bleibt, sondern ist ebenfalls stark entzündungshemmend und schützt die Zellen.

Die positive Wirkung des Lachsöl ist aber nicht von dem Vitamin E abhängig, es geht auch ohne.

Unsere Empfehlungen

Produkt:Name:Unsere Bewertung:
Aniforte Omega 3-Lachsöl (1 Liter)*4,5/5
AniForte Omega 3- Lachsöl (Kapseln)*4,5/5
Abtei Omega-3-6-9 (Kapseln)*4,5/5
Barfland Omega 3-6-9 Öl (250ml)*4,5/5
Lunderland Wildlachsöl (500 ml)*5/5

Fazit zum Thema Lachsöl für Hunde

Wenn man sich die ganzen positiven Effekte die das Lachsöl auf deinen haben kann anschaut, gibt es eigentlich keinen Grund es nicht zumindest gelegentlich in den Napf zugeben.

Wichtig dabei ist natürlich, dass du genau darauf achtest ob dein Hund alles gut verträgt.

Solange er alles gut verträgt kannst du dich über eine einfache und tolle Ernährungsergänzung freuen die deinem Hund extrem gut tut.