Vitamin E für Hunde: Bedarf, Dosierung und Empfehlungen

Vitamin E ist ein besonders wichtiger, ja sogar essenzieller Nährstoff für unsere Hunde. Um es kurz zusammenzufassen, Vitamin E ist wichtig für ein starkes Immunsystem, fördert einen gesunden Darm und wirkt positiv auf die Gesundheit von Augen und Haut deines Hundes.

Das fettlösliche Vitamin kommt in verschiedenen Gruppen vor. Diese Gruppen werden Tocopherole und Tocotrienole genannt. Insgesamt kommt das Vitamin E in vier unterschiedlichen Formen vor, aber das alles nur am Rande.

Bevor du damit beginnst, deinem Hund zusätzliches Vitamin E zu geben, wirf unbedingt mal einen Blick auf dein Futter. In den meisten besseren Hundefuttersorten ist Vitamin E bereits zugesetzt.

Es kann aber auch Zeiten geben, in deinen dein Hund etwas mehr von diesem Nährstoff zuführen musst. Wie du das erkennst bzw. wie man einen Vitamin E Mangel bei Hunden erkennt, das erkläre ich dir in diesem Artikel.

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Reine Vitamin E Produkte sind gar nicht so einfach zu finden und daher empfehle ich immer ganz gerne einfach auf ein 3-6-9 Öl mit zusätzlichem Vitamin E zurückzugreifen.

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Braucht mein Hund Vitamin E?

Vitamin E ist ein Multi-Talent für den Körper deines Hundes, denn ist wichtig für den Aufbau von Zellmembranen, es sorgt für gesunde Haut und unterstützt die Augengesundheit. Außerdem hilft es dabei Fett zu verstoffwechseln und sorgt dafür, dass andere Nährstoffe vom Körper synthetisiert werden können beispielsweise Vitamin C.

Vor allem ist Vitamin E aber ein besonders effektives Antioxidans.

Antioxidantien sind Stoffe, die in der Lage sind freie Radikale zu neutralisieren. Freie Radikale, das hast du vielleicht schon mal gehört, denn sie sind auch für uns Menschen interessant. Es handelt sich um aggressive Verbindungen die Zellen und sogar DNA schädigen können.

Ist der Körper den freien Radikalen schutzlos ausgeliefert z.B. bei einem Vitamin E Mangel kann dies das Sehvermögen und die Widerstandskraft des Gewebes beeinträchtigen. Besonders betroffen ist das Gewebe in Fortpflanzungs-, Immun-, Herz-Kreislauf- und neurologischen Systemen, außerdem können freie Radikale die Entstehung von Krankheiten und Krebs fördern.

Freie Radikale entstehen durch Sonneneinstrahlung, Röntgenstrahlung, Zigarettenrauch, Stress oder auch Abgase. Eine ausreichende Versorgung mit Vitamin E stärkt die Abwehrkräfte der Zellen gegenüber den freien Radikalen, macht sie unschädlich und verbessert nachhaltig die Regenerationsfähigkeit.

Damit aber noch nicht genug, denn Vitamin E kann die Behandlung von Arthritis und Allergien fördern, und es kann auch die Toxizität einiger Schwermetalle reduzieren.

Natürliche Vitamin E Quellen für Hunde

Da Vitamin E als natürliches Konservierungsmittel verwendet wird, ist es in den meisten Alleinfuttermitteln enthalten, außerdem wird das Futter in den meisten Fällen mit einem Cocktail verschiedener Nährstoffe angereichter, einer davon ist oft Vitamin E.

Anders kann das bei speziellem Futter für allergische Hunde aussehen und natürlich gibt es auch Hunde die auf andere Arten als mit normalem Futter ernährt werden. Organisches Fleisch und Samenöle enthalten in der Regel den höchsten Anteil an Vitamin E. Zu den Lebensmitteln, die Vitamin E enthalten, gehören:

  • Leber
  • Milz
  • Eier
  • Sojabohnenöl
  • Färberdistelöl
  • Sonnenblumenöl
  • Weizenkeimöl
  • Hülsenfrüchte
  • Atlantischer Lachs
  • Regenbogenforelle
  • Mango
  • Brombeeren
  • Rote Paprika
  • Butternusskürbis
  • Kohlrabi
  • Brokkoli
  • Gekochter Spargel

Mehr zum Thema gesunde Öle für Hunde erfährst du in dem gerade verlinkten Artikel und unter den verschiedenen Ölen gibt es auch einige regelrechte Vitamin E Bomben.

Vitamin E Mangel beim Hund erkennen

Das wichtigste zuerst, ein Vitamin E Mangel bei Hunden ist sehr selten. Besonders dann, wenn sie ein vollwertiges Futter mit Vitaminen zu sich nehmen, es kann aber trotzdem passieren.

Die Ernährung mit viel Fisch, Fischölen und Fischmahlzeiten verbraucht schnell das verfügbare Vitamin E und erfordert zusätzliche Mengen des Vitamins, um ein gesundes System zu erhalten. Das ist z.B. auch der Grund warum den meisten 3-6-9 Ölen für Hunde Vitamin E zugesetzt wird.

Ein Mangel an Vitamin E kann sich bei einem Hund folgendermaßen äußern:

  • Konzentrationsschwäche
  • Müdigkeit
  • Verdauungsstörungen
  • Koordinationsstörungen
  • Schwächung des Immunsystems
  • Infekte und Allergien
  • Sehstörungen
  • Trockene und schuppige Haut
  • Verspannungen
  • Leberschäden
  • Verdauungsstörungen und Bauchschmerzen

Bevor du jetzt anfängst deinem Hund zusätzliches Vitamin E zu geben, sprich am besten mit deinem Tierarzt über die Beobachtungen die du gemacht hast und, dass du einen Vitamin E Mangel vermutest.

Dosierung und Überdosierung

Als Faustregel kann man sagen, dass der Bedarf des Hundes an Vitamin E bei mindestens 0,6 mg Vitamin E je Kilo Körpergewicht liegt. Bei besonders aktiven Hunden, älteren oder kranken Tieren kann er auch etwas höher sein.

Sollte sich bei der Vitamin E Menge, die dein Hund durch sein Futter bekommt eine Differenz ergeben, dann kannst du zusätzliches Vitamin E geben.

Was das Thema Überdosierung angeht, es ist viel über Überdosen von Vitamin D, Vitamin A und Eisen bekannt, aber Überdosen von Vitamin E bei Hunden sind selten. SO weit ich in Erfahrungen bringen konnte, gibt es einen eindeutig belegten Fall. Das bedeutet aber nicht, dass man nicht darauf achten sollte eine möglichst korrekte Menge zu füttern bzw. zu ergänzen.

Zeichen von einer Überdosierung können die folgenden Punkte sein:

  • Lethargie
  • Leichtere Blutungen
  • Erbrechen
  • Änderungen in Verhalten und Gewohnheiten
  • Veränderungen im Appetit
  • Veränderungen bei der Ausscheidung

Im Zweifel ist es immer ratsam, die Menge die du zusätzlich geben möchtest mit deinem Tierarzt abzuklären.

Bei Nahrungsergänzungsmittel zu beachten

Auch auf die Gefahr hin mich zu wiederholen, die meisten Hunde brauchen kein zusätzliches Vitamin E, sie erhalten genug davon durch ihr Hundefutter. Ausnahmen sind Hunde die einen hohen Anteil Fisch gefüttert bekommen oder Hunde die Futter gefüttert werden, das eben nicht genug Vitamin E enthält.

Während bei vielen anderen Vitaminen synthetische Quellen genauso brauchbar und nützlich wie natürliche Quellen sind, ist das Vitamin E ein bisschen anders. Natürliches Vitamin E wird um 36 % besser absorbiert und deshalb solltest du immer darauf achten, dass dein Supplement eine natürliche Vitamin E Quelle nutzt.

Unabhängig von Empfehlungen kann es Momente im Leben eines Hundes geben, in denen ein höherer Bedarf besteht. So kann Vitamin E den Juckreiz bei Hunden mit Dermatitis lindern außerdem kann Vitamin E nach Operationen entzündungshemmend wirken. Nicht zuletzt kann es dazu beitragen die schädlichen Auswirkungen von Schwermetallvergiftungen zu reduzieren.

Fazit

Falls du vorhast, deinem Hund Vitamin E zu geben, wirf immer erst einen Blick auf dein Hundefutter und bring in Erfahrung, wie viel Vitamin E dein Hund bereits über das Futter bekommt.

Wenn dein Hund keinen speziellen zusätzlichen Bedarf hat, dann stehen die Chancen gut, dass er bereits ausreichend mit Vitamin E versorgt ist.

Hast du den Verdacht, dass dein Hund zusätzliches Vitamin E braucht oder sogar einen Mangel hat, dann sprich mit deinem Tierarzt, um herauszufinden, wie hoch der zusätzliche Bedarf ist. Wenn du damit beginnst Vitamin E zu supplementieren, beobachte genau, ob du irgendwelche negativen Reaktionen bei deinem Hund beobachten kannst.

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